Bünde, 10. Juni 2026 – Die Freie Apothekerschaft e.V. weist die jüngsten Äußerungen der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen mit Nachdruck zurück. Wer öffentliche Apotheken auf „pharmazeutische Verkaufsstellen“ reduziert und ernsthaft Drogeriemärkte, Versandhandel, ärztliches Dispensierrecht und eine Regionalapotheke je 250.000 Einwohner als Zukunftsmodell ins Spiel bringt, verkennt die Realität der Arzneimittelversorgung.
Allgemein
Freie Apothekerschaft erhebt deutliche Kritik am Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS)
Bünde, den 1. Juni 2026 – Die Freie Apothekerschaft e. V. erhebt deutliche Kritik am Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) wegen mangelnder aufsichtsrechtlicher Kontrolle gesetzlicher Krankenkassen. Anlass ist ein bereits im August 2025 eingereichtes Aufforderungsschreiben, mit dem die Freie Apothekerschaft ein aufsichtsbehördliches Einschreiten gegen die Beteiligung von Krankenkassen an rechtswidrigen Rabatt- und Bonusmodellen ausländischer Versandapotheken gefordert hatte.
Mitgliederversammlung vom 29.- 31. Mai 2026 in Frankfurt
Vergangenes Wochenende war es wieder so weit und die Mitgliederversammlung stand am Sonntag, 31. Mai auf der Agenda. Gerade für einen Verein, dessen Mitglieder deutschlandweit verteilt sind, bot sich hierbei eine schöne Gelegenheit neben den berufspolitischen Aspekten auch freundschaftliche Beziehungen zu pflegen. Cordula und Carolin Eichhorn, die die Organisation übernommen hatten, stellten ein umfang- und abwechslungsreiches Programm zusammen, das keine Wünsche offen ließ.
20 Jahre Stillstand: Gutachten belegt 50 Milliarden Euro schwere Belastung der Apotheken durch die Politik
Bünde, 17. März 2026 – Ein neues wissenschaftliches Kurzgutachten im Auftrag der Freien Apothekerschaft offenbart das ganze Ausmaß der wirtschaftlichen Benachteiligung deutscher Vor-Ort-Apotheken. Die Auswertung von Prof. Dr. Andreas Kaapke und Dipl.-Sowi. Nina Kleber-Herbel belegt, dass die Apothekenbranche über zwei Jahrzehnte hinweg die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) massiv subventioniert hat – zulasten der eigenen Existenzfähigkeit.
Protest-Checker 2.0
Der bundesweite Protesttag am 23. März steht vor der Tür! Vor zwei Jahren hatten wir mit dem „Protest-Checker“ ein Instrument zur Hand, mit dem wir die deutschlandweite Beteiligung abfragen und zur Teilnahme anregen konnten. In diesem Jahr schließen wir uns der Protestkarte vom ThAV an. Auf der Seite www.apo-protest.de findet ihr neben der interaktiven Karte, in die sich die protestierenden Apotheken eintragen können auch noch weiteres Info- und Kampagnenmaterial, das ihr für euren Protest nutzen könnt.
Der Login erfolgt über euren vorhandenen N-Ident-Zugang, wodurch ein qualifizierter Zugriff gewährleistet ist. Verbreitet bitte die Seite, tragt euch zahlreich in die Karte ein, animiert eure umliegenden Mitstreiter und leistet euren Beitrag zum Gelingen des Protesttages!
Opposition stellt Anträge zur Nachbesserung zum ApoVWG
Die 1. Lesung zum Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz – ApoVWG ist für morgen, 27. Februar terminiert, eine Anpassung des Fixums ist im Gesetzesentwurf nicht vorgesehen. Einzig über Impfungen sollen Apotheken die Möglichkeit bekommen, ihr Einkommen zu verbessern. Diese zusätzliche Leistung soll aber günstiger als von Ärzten angeboten werden und stellt so einen weiteren Sparbeitrag der Apotheken zum Wohle der GKV-Finanzen dar.
Dieser Entwurf ist ein klarer Bruch der Ankündigungen im Koalitionsvertrag und muss zwingend nachgebessert werden. Die Opposition aus Linke und auch AfD hat hierzu entsprechende Anträge gestellt, die die Freie Apothekerschaft allen Interessierten an dieser Stelle zur Ansicht zur Verfügung stellt.
So grundlegend gegensätzlich diese beiden Fraktionen politisch auch angesiedelt sein mögen, sie erkennen den Wert der Apotheken vor Ort und auch ihre Unterfinanzierung. Den genauen Inhalt der Anträge und den Gesetzesentwurf finden Sie in den Dateien im Anhang.
