Bünde, 31.03.2026 Mit deutlichen Worten reagiert die Freie Apothekerschaft e. V. auf einen internen Brief der SPD, unterzeichnet von der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Dagmar Schmidt und vom gesundheitspolitischen Sprecher Dr. Christos Pantazis. Darin werden die Abgeordneten der SPD eingeschworen, sich nicht verunsichern zu lassen, wenn Apotheken gegen die Gesundheitspolitik „agitieren“.
Freie Apothekerschaft kontert GKV-Spitzenverband: „Wer Wasser predigt und Wein trinkt, sollte beim Gehalt mit gutem Beispiel vorangehen“
Bünde, 25.03.2026 – Mit scharfer Kritik reagiert die Freie Apothekerschaft e.V. auf die jüngsten Aussagen der GKV-Spitzenverbands-Vizechefin Stefanie Stoff-Ahnis. Während die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) behaupten, die Apotheken bräuchten „in der Summe keine höhere Vergütung“, sondern lediglich eine Umverteilung, zerfällt die flächendeckende Versorgung vor Ort durch ein historisches Apothekensterben.
Daniela Hänel, Vorsitzende der Freien Apothekerschaft e. V. , findet für diese Haltung deutliche Worte und fordert Konsequenzen, die beim GKV-Spitzenverband selbst ansetzen sollten.
Solidarität ist keine Einbahnstraße
„Es ist an Zynismus kaum zu überbieten, wenn Vertreter eines Verwaltungsapparates, deren eigene Gehälter und Strukturen Jahr für Jahr steigen, den Leistungserbringern an der Basis die notwendige Anpassung an die Inflation verweigern“, so die Vorsitzende der Freien Apothekerschaft. „Wenn Frau Stoff-Ahnis fordert, dass die Versicherten und Arbeitgeber nicht mehr belastet werden dürfen, dann sollte sie mit bestem Vorbild vorangehen.“
20 Jahre Stillstand: Gutachten belegt 50 Milliarden Euro schwere Belastung der Apotheken durch die Politik
Bünde, 17. März 2026 – Ein neues wissenschaftliches Kurzgutachten im Auftrag der Freien Apothekerschaft offenbart das ganze Ausmaß der wirtschaftlichen Benachteiligung deutscher Vor-Ort-Apotheken. Die Auswertung von Prof. Dr. Andreas Kaapke und Dipl.-Sowi. Nina Kleber-Herbel belegt, dass die Apothekenbranche über zwei Jahrzehnte hinweg die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) massiv subventioniert hat – zulasten der eigenen Existenzfähigkeit.
Studie der Freien Apothekerschaft belegt: Pharmazeutische Dienstleistungen für viele Apotheken ein Verlustgeschäft
Bünde, den 12. März 2026 – Die Einführung honorierter pharmazeutischer Dienstleistungen (pDL) sollte die Patientenversorgung verbessern und Apotheken neue Erlösquellen abseits des Arzneimittelverkaufs erschließen. Doch eine aktuelle empirische Untersuchung der Prof. Kaapke Projekte im Auftrag der Freien Apothekerschaft zeichnet ein ernüchterndes Bild: Für einen Großteil der Apotheken sind viele Dienstleistungen wirtschaftlich nicht tragfähig.
Protest-Checker 2.0
Der bundesweite Protesttag am 23. März steht vor der Tür! Vor zwei Jahren hatten wir mit dem „Protest-Checker“ ein Instrument zur Hand, mit dem wir die deutschlandweite Beteiligung abfragen und zur Teilnahme anregen konnten. In diesem Jahr schließen wir uns der Protestkarte vom ThAV an. Auf der Seite www.apo-protest.de findet ihr neben der interaktiven Karte, in die sich die protestierenden Apotheken eintragen können auch noch weiteres Info- und Kampagnenmaterial, das ihr für euren Protest nutzen könnt.
Der Login erfolgt über euren vorhandenen N-Ident-Zugang, wodurch ein qualifizierter Zugriff gewährleistet ist. Verbreitet bitte die Seite, tragt euch zahlreich in die Karte ein, animiert eure umliegenden Mitstreiter und leistet euren Beitrag zum Gelingen des Protesttages!
Opposition stellt Anträge zur Nachbesserung zum ApoVWG
Die 1. Lesung zum Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz – ApoVWG ist für morgen, 27. Februar terminiert, eine Anpassung des Fixums ist im Gesetzesentwurf nicht vorgesehen. Einzig über Impfungen sollen Apotheken die Möglichkeit bekommen, ihr Einkommen zu verbessern. Diese zusätzliche Leistung soll aber günstiger als von Ärzten angeboten werden und stellt so einen weiteren Sparbeitrag der Apotheken zum Wohle der GKV-Finanzen dar.
Dieser Entwurf ist ein klarer Bruch der Ankündigungen im Koalitionsvertrag und muss zwingend nachgebessert werden. Die Opposition aus Linke und auch AfD hat hierzu entsprechende Anträge gestellt, die die Freie Apothekerschaft allen Interessierten an dieser Stelle zur Ansicht zur Verfügung stellt.
So grundlegend gegensätzlich diese beiden Fraktionen politisch auch angesiedelt sein mögen, sie erkennen den Wert der Apotheken vor Ort und auch ihre Unterfinanzierung. Den genauen Inhalt der Anträge und den Gesetzesentwurf finden Sie in den Dateien im Anhang.
